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Hermann Wegscheider
DIALOG UND INTERSUBJEKTIVITÄT IN DER GESTALTTHERAPIE
Von den Ursprüngen des Dialogs in der jüdischen Tradition und in der Dialogphilosophie zu relationalen Entwicklungen in der Psychoanalyse und in der Gestalttherapie
EHP-Verlag Andreas Kohlhage, 2019
256 Seiten; Abb.; ISBN: 978-3-89797-118-9

Dieses Buch ist auch als E-Book erhältlich:
Also available as e-book:
PDF: ISBN 978-3-89797-649-8  /  EUR 21.99
epub:  ISBN 978-3-89797-648-1  /  EUR 21.99

Hier werden dialogische Vorgehensweisen im Judentum, in der Dialogphilosophie und in der Psychotherapie dargestellt. Es wird gezeigt, wie die Gestalttherapie und die relationale Psychoanalyse diese Erkenntnisse in der Praxis anwenden. Das dialogische Vorgehen wird zunächst aus der Perspektive der jüdischen Tradition und des Chassidismus betrachtet. Im Gespräch zwischen dem Rabbi oder Zaddik und dem Chassid zeigen sich Vorformen der dialogischen Psychotherapie. In der Dialogphilosophie wird der relationale Ansatz weiterentwickelt. Martin Buber legte die Grundlage für das dialogische Vorgehen in der Psychotherapie. Er entdeckte das zwischenmenschliche Feld, das zwischen einem "Ich" und einem "Du" entsteht.
Die Gestalttherapie von Fritz und Laura Perls erweist sich im Wesentlichen als eine Kontakttheorie, die den einzelnen nicht abgegrenzt, sondern verbunden mit seiner Umwelt sieht. Die Gestalttherapeuten der dialogischen Wende ab den 1980er Jahren führten dialogische Interventionen ein, vor allem die Umsetzung der „Ich-Du“ Beziehung nach Buber. Die Entwicklung der dialogischen Methode in der Gestalttherapie wird in ihren Phasen deutlich. Dazu gehört auch die Erweiterung der dialogischen Arbeitsweise durch die Anwendung der Feldtheorie und der Intersubjektivitätstheorie. Schwerpunkt der Studie ist die Anwendung der relationalen Erkenntnisse in der psychotherapeutischen Praxis.
Die Entwicklung des relationalen Paradigmas in der Psychoanalyse wird anhand der interpersonalen, der intersubjektiven und der relationalen Psychoanalyse dargestellt. Die dialogischen Ansätze und Interventionen werden durch die Philosophen des Dialoges unterstützt. Ein Vergleich der dialogischen Zugänge von Buber, Merleau-Ponty, Gadamer und Lévinas eröffnet neue Möglichkeiten für die relationalen Ansätze in der Psychotherapie. Was kann dialogische Psychotherapie bewirken? Welche philosophischen Ansätze unterstützen die klinische Arbeit am wirksamsten?
Die philosophischen Grundlagen der modernen relationalen Ansätze der Psychotherapie werden hier zum ersten Mal umfassend vorgestellt. Hier kann jeder Psychotherapeut mit seiner therapeutischen Praxis andocken.

»This is a beautiful and comprehensive collection, showing the strong influence of Judaism on the dialogic traditions in both psychoanalysis and Gestalt Therapy. It is full of wonderful stories by which Jewish teachers passed on their world-view to future generations.« (Peter Philippson, M.Sc., Gestalttherapeut und Trainer, Manchester Gestalt Centre, Autor: Self in Relation, The Emergent Self, Gestalt Therapy: Roots and Branches)

»Gratulation und Dank an den Autor für dieses quellenreiche, profunde und gleichzeitig liebevoll beflügelnde Werk, das der zentralsten und wirksamsten Dimension unseres Faches - also dem Herzen der Psychotherapie gewidmet ist!« (Prof. Dr. med., Dipl.-Psych. Lotte Hartmann-Kottek, Autorin und Lehrtherapeutin für Gestalttherapie)

»Ein Buch für uns alle, die wir mit der Unaussprechbarkeit des Dazwischen ringen: wortgebend ermutigt es, die Vordenker des Dialogs in ihrer ihnen eigenen Ausdrucksweise zu begreifen.« (Associate Prof. Annette Hillers-Chen, Department of Psychology and Behavioral Sciences, Zhejiang University, China)

»Mit vielen interessanten Details seiner Recherche gespickt, führt Wegscheider seine LeserInnen durch verschiedene, zeitlich und örtlich variierende Ausdrucksformen jüdischen Denkens und (dialogischen) Handelns. Am Ende seines fachkundigen Streifzugs durch verschiedene philosophische Ansätze, in denen der Begriff des Dialogs eine zentrale Rolle spielt, ist dieser reich bestückte Geschenkkorb, der hier den Leser*innen angeboten wird, bei weitem nicht nur für Gestalttherapeut*innen, sondern für alle kulturell und philosophisch interessierten Leser*innen besonders reizvoll.« (Univ. Prof. Dr. Thomas Stephenson, Individualpsychologischer Psychotherapeut, Sigmund-Freud-Privat-Universität Wien)

Aus dem Inhalt:

  • Die Bedeutung des jüdischen Hintergrundes für die Psychotherapie
  • Implikationen des Dialogs: Die Ursprünge des dialogischen Vorgehens
  • Die Rezeption dialogischer Vorgehensweisen für die Praxis der Psychotherapie
  • Rezeption der jüdischen Tradition und Mystik durch bedeutende Psychotherapeuten
  • Die Behandlungstechnik und Interventionen der chassidischen Rabbis
  • Bubers Dialogphilosophie und die Verbindung zu den Dialogphilosophien seiner Zeit
  • Von der Dialogphilosophie zur dialogischen Psychotherapie
  • Dialogische und relationale Pioniere in der Psychotherapie
  • Dialogische Gestalttherapie: Interaktion und die verinnerlichte Beziehungserfahrung
  • Der dialogische Ansatz in der klassischen Gestalttherapie
  • Die dialogische Komponente im Selbstbegriff in der klassischen Gestalttherapie
  • Die dialogische Wende in der Gestalttherapie
  • Überlegungen zum „Zwischen“
  • Dialogisches Vorgehen – in der Klinik und in der psychotherapeutischen Praxis
  • Die Entwicklung des relationalen Paradigmas in der Psychoanalyse und Auswirkungen auf die Gestalttherapie
  • Annäherung zwischen der Gestalttherapie und anderen dialogischen bzw. intersubjektiven Verfahren
  • Die interpersonale Psychoanalyse
  • Die Entwicklung der intersubjektiven Psychoanalyse
  • Die Entwicklung der relationalen Psychoanalyse im engeren Sinne
  • Relationale Psychoanalyse - Verbindungslinien zur Gestalttherapie
  • Die Vertiefung der dialogischen Psychotherapie durch die jüdische Denktradition und die Philosophen des Dialoges
  • Der Dialog bei Buber, Merleau-Ponty, Gadamer, Lévinas
  • Die Philosophie unterstützt den dialogischen Psychotherapeuten

Hermann Wegscheider, Dr. scient. pth. (Psychotherapiewissenschaft), Mag. phil., Studium der Anglistik und Geschichte (Forschungsschwerpunkt Familien- und Sozialgeschichte); Psychotherapeut IG (IGW, ÖAGG), Supervisor (ÖBVP); Lehrtherapeut; Lehrsupervisor und Ausbildungsleiter am IGWien, Lehrbeauftragter an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien; Vorstandsmitglied (zzt. Vorsitzender) und Mitbegründer des IGWien. www.gestaltdialog.at