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Katharina Stahlmann (Hrsg.)
BEGEGNUNGEN MIT GEFLÜCHTETEN - MÖGLICHKEITEN DER GESTALTTHERAPIE
Reflexionen zu Therapie, Beratung, Politik
EHP-Verlag Andreas Kohlhage, 2018
320 Seiten; Abb.; ISBN: 978-3-89797-106-6

Dieses Buch ist auch als E-Book erhältlich:
Also available as e-book:
PDF: ISBN 978-3-89797-509-5  /  EUR 21.99
epub:  ISBN 978-3-89797-508-8  /  EUR 21.99

Mit Texten von:
Gabriele Blankertz, Deirdre Winter, Katharina Stahlmann, Maya Rechsteiner, Nina Schmitz, Dieter Bongers, Luitgard Gasser, Kathrin Bertholet-Roth, Christian Wagner, Regine Fresser-Kuby, Colette Jansen Estermann, Marc Oestreicher, Sabine Zankl

Der Band gewährt einen umfassenden Einblick in die therapeutische Arbeit mit Geflüchteten, beschreibt Begegnungen und Prozesse des Kennenlernens - mit und ohne gemeinsame Sprache. Alle Autor*innen schreiben über sich, ihre Arbeit, ihr Engagement und wie sie das gesellschaftliche Zusammenleben mitgestalten.
Sie reflektieren ihre Erfahrungen vor ihrem gestalttherapeutischen Hintergrund So setzt sich die Vielfalt zu einem stimmigen Ganzen zusammen: fundierte fachliche Einordnung und theoretischer Hintergrund des reichen Erfahrungsschatzes der Autor*innen dokumentieren die enorme Wirksamkeit der Gestalttherapie.
Ihr kluges, kritisches Potential und ihre humanistische Haltung machen Mut in Zeiten von Rassismus, Angst und enger werdenden Handlungsräumen.
Ein Buch, das sich praxisnah mit wachem, kritischen Bewusstsein für gegenwärtige gesellschaftliche Prozesse den oft angstbesetzten und oft missbrauchten Themen Flucht und Migration aus der Perspektive der gestalttherapeutisch orientierten Beratung annähert.

Eine wirkliche Bereicherung: von Praktikern nicht nur für Praktiker, sondern auch für theoretisch Interessierte von hoher Relevanz, und für alle, die wissen, dass man Psychologie und Politik zusammen denken muss, wenn man die Welt und die Menschen verstehen will.

»Viele Menschen in Not sind in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen um hier Zuflucht zu finden. Den Menschen nicht nur ein Dach über dem Kopf zu geben, sondern sie auch mit ihrer individuellen Geschichte, ihren Ängsten und Sorgen aufzunehmen bleibt eine große Herausforderung, der sich unsere Gesellschaft stellen muss.«
(Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig, Burkhard Jung)

»Der Blick aus verschiedenen Perspektiven bereichert die Reflexion über die psychotherapeutische Arbeit mit Geflüchteten im Spannungsfeld der gesellschaftlichen Realität und gibt Anregungen zur praktischen Arbeit.«
(Mechthild Wenk-Ansohn, Zentrum ÜBERLEBEN gGmbH)

»Es entsteht das Bild, dass wir auf der abgeschotteten Insel Europa bei genauer Betrachtung viel mehr Gemeinsamkeiten mit den Geflüchteten haben, als wir zu ertragen bereit wären.«
(Oliver Baiocco, Geschäftsbereichsleiter beim Paritätischen NRW)

»Ein kluges, warmherziges, mitmenschliches Buch, das die Wirksamkeit und Herzensklugheit der Gestalttherapie in diesem so wichtigen Feld aus unterschiedlichen Perspektiven eindrücklich aufzeigt.«
(Cordula Zimmermann, Berliner Institut für Gestalt BIG, Projekt ehrenamtliche Gestalttherapie und Gestaltberatung für Menschen mit Fluchterfahrung Berlin)

»In der psychotherapeutischen Arbeit mit Geflüchteten wird unmittelbar deutlich, wie sehr individuelles Leid auch gesellschaftlich bedingt ist.
Die Gestalttherapie, die den sozialen Kontext ihrer Klienten und deren gesellschaftliche Rahmenbedingungen in das Verständnis der persönlichen Themen der Klienten miteinbezieht, kann für diese Arbeit wertvolle Orientierungen geben.
Es wird ein theoretischer Rahmen für die therapeutische Arbeit mit Geflüchteten beschrieben und in vielen Erfahrungsberichten und Fallbeispielen gezeigt, wie diese Arbeit konkret geleistet wird.
Dabei ist es faszinierend zu erfahren, wie die einzelnen Autoren und Autorinnen ganz unterschiedlich gestalttherapeutisch mit Geflüchteten arbeiten – mit Erwachsenen, mit Kindern und Jugendlichen und in Gruppentherapien mit Frauen.
Sie reflektieren ihre Arbeit mit Hilfe der Theorie der Gestalttherapie und gewinnen daraus Hinweise für ihre konkrete therapeutische Arbeit. Es wird deutlich, wie manche Therapeuten und Therapeutinnen sich in dieser besonderen Arbeit selbst persönlich verändern. Ihr Engagement für Mitmenschlichkeit und gegen Fremdenfeindlichkeit wird so auf eindrucksvolle Weise dokumentiert. Die gesellschaftskritische Tradition der Gestalttherapie wird hier lebendig.«
(Werner Bock, Zentrum für Gestalttherapie Würzburg)

Aus dem Inhalt: :
• Befragung zur Wirksamkeit von Gruppenarbeit
• Friedensarbeit
• Unterschiede in der Arbeit mit Geflüchteten und mit Migrant*innen
• Gestalttherapie, Politik und Gestalttherapeut*innen
• Therapie ohne gesicherten Aufenthaltsstatus
• Die Eritreer und das Dorf
• Erfahrungen aus einer selbstorganisierten Gemeinschaftsunterkunft
• Psychologischer Support nach Ablehnung
• Kunsttherapie und Fotodokumentation
• Freies Malen mit Kindern und Jugendlichen
• Arbeit mit geflüchteten queer Jugendlichen
• Psychotherapie mit fremdsprachigen Menschen mithilfe von Dolmetscher*innen
• Kontakt und Kontaktunterbrechungen in der gestalttherapeutischen Arbeit mit Geflüchteten
• Migrant*innen begegnen: eigene Positionen hinterfragen

Katharina Stahlmann, M.A.; Jg. 1970; Gestalttherapeutin, Supervisorin, Dipl.-Sozialpädagogin, Heilpraktikerin; arbeitet seit 2004 in Berlin selbständig als Gestalttherapeutin (Einzelne, Paare, Lehrtherapie) sowie als Supervisorin; unter anderem für Teams und Leitungskräfte sozialer und psychotherapeutischer Einrichtungen; begleitet Organisationsentwicklungsprozesse für Nonprofit-Organisationen und gibt Seminare zu psychologischen Themen; engagiert sich als Kooperationspartnerin des Büros für medizinische Flüchtlingshilfe, Berlin, MEDI; Autorin von Fachtexten zu therapeutischen und gesellschaftlichen Fragestellungen