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Ludwig Frambach, Detlef Thiel (Hrsg.)
FRIEDLAENDER/MYNONA UND DIE GESTALTTHERAPIE
Das Prinzip 'Schöpferische Indifferenz'
EHP-Verlag Andreas Kohlhage, 2015
356 Seiten; Abb.; ISBN: 978-3-89797-083-0

Dieses Buch ist auch als E-Book erhältlich:
Also available as e-book:
PDF: ISBN 978-3-89797-579-8  /  EUR 21.99
epub:  ISBN 978-3-89797-578-1  /  EUR 21.99

Friedlaenders polaristische Philosophie der »Schöpferischen Indifferenz« ist einer der wichtigsten Impulse für die Entwicklung der Gestalttherapie. Das lässt sich bei Fritz Perls klar belegen, von seinem ersten Buch bis zu seinen letzten Publikationen. Die Werke Perls’ und die gesamte Gestalttherapie ist aber ohne die nachhaltig wirkende Philosophie Friedlaenders nicht schlüssig zu verstehen. Mynona, so das Pseudonym, das Friedlaender für seine künstlerische Arbeit nutzte, war eben nicht nur der berühmte Dadaist und Schriftsteller. Das Buch richtet zum ersten Mal umfassend den Blick auf diese elementare Quelle des gestalttherapeutischen Ansatzes und würdigt damit auch die philosophische Bedeutung von Friedlaender/Mynona.

Mit Beiträgen von: Ludwig Frambach, Detlef Thiel, Bernd Bocian, Martina Gremmler-Fuhr, Lotte Hartmann-Kottek, Stephanie Hartung, Kathleen Höll, Hans-Josef Hohmann, Claudio Naranjo, Hilarion Petzold/Johanna Sieper/Ilse Orth

»Lange Zeit habe ich selbst zu denen gehört, die zwar voll Interesse waren, aus dem Studium der akademischen Philosophie und Psychologie aber keinen Nutzen ziehen konnten, bis ich auf die Schriften von Sigmund Freud stieß, der damals noch völlig außerhalb der Schulwissenschaft stand, und auf S. Friedlaenders Philosophie der ’schöpferischen Indifferenz’.« (Fritz Perls 1978, 17)

»Der vielleicht wichtigste Einfluss auf die Entwicklung der Gestalttherapie ist nebst Freud das Konzept der ,Schöpferischen Indifferenz‘, das philosophische Hauptwerk von Salomo Friedlaender.« (Dieter Bongers/Peter Schulthess 2005, 14)

»Für Fritz Perls war die schöpferische Indifferenz von Salomo Friedlaender ein außergewöhnlich wichtiges Konzept.« (Gerhard Heik Portele 1992, 91)

»Besonders gelungen finde ich Frambachs Erklärung von Indifferenz im Sinne Friedlaenders.« (Niklas Scheiber, DGIK Journal 2016)

»Vielleicht trägt das vorliegende Buch ja mit dazu bei, dass die Gestalttherapeuten, die es gelesen haben, anfangen, sich Gedanken darüber zu machen, wie sie denn neu mit dem Erbe des Urgroßvaters umgehen wollen.« (Ulrich Lessin, Gestaltzeitung, 2016)

»Mit der Frage nach deren [der Schöpferische Indifferenz] Realisierbarkeit ist am Ende wieder alles offen: ‚Gestalttherapeuten können sie nicht verneinen, Kenner F/Ms sie nicht bejahen‘ (ebd.). Fruchtbar bleibt die Idee auf beiden Seiten.« (Kirstin Zeyer, Coincidentia 2017)

Aus dem Inhalt:

  • Bernd Bocian: Expressionistische Generation und krisenhafte Selbst- und Welterfahrung
  • Ludwig Frambach: Philosophie, Mystik, Psychotherapie. Die Bedeutung Salomo Friedlaenders für die Gestalttherapie
  • Martina Gremmler-Fuhr: Die Idee von Polarität im Integralen Gestalt-Ansatz
  • Lotte Hartmann-Kottek: Friedlaenders Erkenntnis-Gestalt als dynamische Verlaufsgestalt der allgemeinen Wirklichkeit
  • Stephanie Hartung: Einfach beim Wort nehmen
  • Kathleen Höll: Friedlaenders Philosophie – Magie als Ermächtigung des Ich. Beitrag zu einer Wieder-Vertiefung der Gestalttherapie
  • Hans-Josef Hohmann: Die Technik des Äquilibrierens
  • Claudio Naranjo: By looking from nothingness. Ein Gespräch
  • Hilarion Petzold, Johanna Sieper, Ilse Orth: Fritz Perls, seine Gestalttherapie, Salomo Friedlaender. Einige therapiegeschichtliche Überlegungen zu Quellen, Bezügen, Legendenbildungen und Weiterführungen
  • Detlef Thiel: Psychologie, Psychoanalyse, Psychotherapie bei Friedlaender/Mynona

Ludwig Frambach, Dr. theol., ev. Pfarrer, Ausbildung am Symbolon-Institut und FPI, Gestalttherapeut (DVG), Lehrtherapeut (DGIK), Pastoralpsychologe/Supervisor (DGfP), Religionspädagoge, langjährige Praxis von Zen und Kontemplation, Veröffentlichungen zu Psychotherapie, Spiritualität, Mystik, Dialog der Religionen, Philosophie, Ökologie; lebt in Lauf bei Nürnberg.

Detlef Thiel, Jg. 1957, Dr. phil., freier Philosoph in Wiesbaden; mit Hartmut Geerken Herausgeber der „Gesammelten Schriften“ von Friedlaender/Mynona (13 Bände bisher). Bücher: Über die Genese philosophischer Texte. Studien zu Jacques Derrida (1990), Platons Hypomnemata. Die Genese des Platonismus aus dem Gedächtnis der Schrift (1993), Maßnahmen des Erscheinens. Friedlaender/Mynona im Gespräch mit Schelling, Husserl, Benjamin und Derrida (Nordhausen 2012); Aufsätze zur Zeichen-, Sprach- und Gedächtnistheorie, zu Literalität und Medialität der Philosophie etc. (Platon, Thomas von Aquin, Cusanus, Ficino, Francis Bacon, Kant, Husserl, Friedlaender/Mynona, Patočka, Derrida).