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Laura Perls
LEBEN AN DER GRENZE
Essays und Anmerkungen zur Gestalttherapie
Übersetzt von Reinhard Fuhr, Anna Sreckovic.
Hg. Milan Sreckovic
3. Aufl.; EHP-Verlag Andreas Kohlhage, 2005
194 Seiten; ISBN: 978-3-926176-11-0

Die Einladung zur Auseinandersetzung mit ihren Schriften ist in der Person begründet, die nicht nur als Psychologin und Psychotherapeutin sondern auch als Mensch die geistige Integration zwischen Europa und den Vereinigten Staaten verkörpert. Von ihrer Studienzeit in Frankfurt an hat sie die Impulse erhalten und gegeben, die in diesem Jahrhundert für die kulturelle und soziale Entwicklung entscheidend waren: als Schülerin Martin Bubers, Paul Tillichs, Kurt Goldsteins, Adhémar Gelbs u. a.; ihrer Lehranalyse bei Karl Landauer und Frieda Fromm-Reichmann; der Nähe zu den Begründern der sogenannten Frankfurter Schule über die vielfältigen Kontakte zu Künstlern und Geisteswissenschaftlern im Berlin der ausgehenden 1920er-Jahre; ihrer Flucht 1933 bis zur Ankunft in New York 1947 und der Freundschaft mit Dwight Mcdonald und Paul Goodman und den Kontakten zu Julian Beck und dem Living Theatre.
In den hier vorliegenden Texten wird deutlich, welche Bedeutung Laura Perls für die Entwicklung der zentralen Themen, Perspektiven und theoretische Grundlagen der Gestalttherapie hatte. Besonders ihr Fokus auf den Support im therapeutischen Prozess gewinnt in den letzten Jahren mit der Betonung der Beziehungsebene zwischen Therapeut*in und Klient*in an Bedeutung.

Die Mitbegründerin der Gestalttherapie legte hier das einzige Buch vor, das sie selbst unter eigenem Namen verfasst hat. Es handelt sich um einige schon historisch gewordene, grundlegende Texte vor: - Erziehung zum Frieden; - Anmerkungen zum Mythos des Leidens und der Sexualität; - Der Psychoanalytiker und der Kritiker; - Über die Psychologie des Gebens und Nehmens; - Stützung (Support); - Zwei Beispiel für Gestalttherapie; - Der Gestalt-Ansatz; - Anmerkungen zu Angst und Furcht; - Einige Aspekte der Gestalttherapie; - Grundlegende Begriffe und Konzepte der Gestalttherapie; - Commitment; - Jeder Roman ist eine Falldarstellung; - Ein Workshop; - Leben an der Grenze / Gespräch mit Milan Sreckovic.

»Für mich ist es wichtig, keine therapeutische Rolle zu spielen, sondern den Klienten so zu begegnen, wie ich im Augenblick bin: mich mit meinem Hintergrund, mit allem, was mir an Erfahrung, Wissen und Geschick zur Verfügung steht, in der gegebenen Situation in den Dienst des Dialogs, der Begegnung zu stellen.«
Laura Perls)

Zur Autorin
Geboren 1905 als Lore Posner in Pforzheim; Studium der Psychologie (u.a. bei Max Wertheimer, Adhémar Gelb und Kurt Goldstein) und Promotion 1932 in Frankfurt/ M. bei Gelb (Die Erscheinungen des simultanen Kontrastes und der Eindruck der Feldbeleuchtung); psychoanalytische Ausbildung in Frankfurt/ M., Berlin und Amsterdam und zusammen mit ihrem Mann Fritz Perls Gründung des ersten psychoanalytischen Instituts in Johannesburg (Südafrika), wo sie von 1933 bis 1947 eine psychoanalytische Praxis unterhielt; Mitbegründerin der Gestalttherapie und des New York Institute for Gestalt Therapy; seit 1947 lebte und arbeitete Laura Perls in ihrer psychologischen Praxis in New York und lehrte Gestalttherapie in den USA und in Europa; sie starb 1990 in Pforzheim.
Einen Film über Laura Perls mit dem Titel ›Leben an der Grenze‹ erhalten Sie bei der Deutschen Vereinigung für Gestalttherapie, DVG: http://www.dvg-gestalt.de