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Inge-Marlen Ropers
STEHEN SIE DOCH EINFACH MAL AUF! SUPERVISION UND COACHING SZENISCH-KREATIV
Fallgeschichten aus der psychodramatischen Praxis
Mit einer Einführung von Prof. Dr. Ferdinand Buer
EHP-Verlag Andreas Kohlhage, 2020
160 Seiten; Abb., Tab.; ISBN: 978-3-89797-130-1

Dieses Buch ist auch als E-Book erhältlich:
Also available as e-book:
PDF: ISBN 978-3-89797-667-2  /  EUR 12.99
epub:  ISBN 978-3-89797-666-5  /  EUR 12.99

Supervision und Coaching, psychodramatisch und szenisch-kreativ, ist das wohl etwas für mich und vielleicht auch für unser Team? Was bedeutet das eigentlich genau und wie geht das? Auf diese Fragen gibt das Buch praxisnahe und verständliche Antworten.
Fallgeschichten aus der Arbeitspraxis vermitteln anschaulich, was psychodramatisches Supervidieren und Coachen und die dafür charakteristischen szenisch-kreativen Methoden sind, wie sie ablaufen können und was sie bewirken können: Einblicke in ein notwendigerweise geschütztes und in der Regel nicht für Außenstehende zugängliches Setting. Ein Buch für Interessierte und für noch Unentschlossene, die sich für ihre beruflichen Herausforderungen und Probleme oder für die ihres Teams die richtige Supervisorin, den passenden Coach suchen wollen; für potentielle Ausbildungskandidat*innen auf dem Orientierungspfad nach dem zu ihnen passenden Verfahren; Supervisor*innen/Coaches, die Kolleg*innen auf der Suche nach Inspiration über die Schulter schauen wollen; Institute und Ausbildungsleitungen empfehlen es als geeignete Einstiegslektüre vor und während der Weiterbildung.
Ein umfangreicher Anhang mit Glossar, Literaturempfehlungen und Anschriften von Ausbildungsinstituten machen das Buch zu einem praktischen und hilfreichen Begleiter in Ausbildung und beruflicher Praxis.

»Die Autorin hat uns ein wunderbares Buch geschenkt, das es so jedenfalls im deutschen Sprachraum bisher nicht gibt.« (Prof. Dr. Ferdinand Buer)

»Dieses Buch ist wie ein gutes Psychodrama: Es atmet Lebensnähe und Praxisrelevanz. Interesse und Neugierde genügen, so schreibt sie in ihrem Vorwort, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was szenisch-kreative Arbeit in Supervision und Coaching wirklich ausmacht. Als Weg hin zu so einem einfachen Verstehen bietet sie an, dass die Leser*innen sie mit Hilfe von Fallgeschichten begleiten dürfen auf die alltäglichen Baustellen der psychodramatischen Supervision.
Schon der Aufschlag zu diesem Buch ist eine Erzählung – die Geschichte, wie die Autorin selbst zum Psychodrama kam. Von Anfang an ist dabei spürbar, wie sehr sie für ihre Arbeit und ihre Methode brennt.
In einem zweiten Teil schafft Ferdinand Buer die theoretische Rahmung der Fallgeschichten. Er beschreibt die grundsätzlichen Herausforderungen professioneller psycho-sozialer Arbeit, umreißt Kernaufgaben von Supervision und Coaching und skizziert mit wenigen Strichen die Umrisse einer Theorie szenisch-kreativen Handelns.
Den Hauptteil des Bandes bilden dann ein Dutzend Fallgeschichten. Detailreich beschreibt Inge-Marlen Ropers, wie sie in Einzel- und Gruppensettings mit ganz unterschiedlichen Berufsgruppen arbeitet, die fast alle aus dem psycho-sozialen Bereich kommen. Der Ton, den sie trifft, ist anschaulich und manchmal geradezu spannend. Beeindruckend ist dabei, wie präzise Ropers die Atmosphäre psychodramatischer Sitzungen einfängt. Als Psychodramatiker erkennt man diese Momente wieder, in denen sich Supervisand*innen noch etwas skeptisch auf die Bühne wagen, die Momente, in denen die Eigendynamik der szenisch-kreativen Arbeit sie erfasst und die Augenblicke, in denen Lösungen, Schritte oder Erkenntnisse so spürbar werden, dass es den/die Protagonist*in, aber oft auch die Supervisor*innen tief berührt oder erfreut.
Durch den regelmäßigen Wechsel von Fallgeschichten und Kommentaren, in denen die Autorin ihre eigene Arbeit reflektiert, haben die Leserinnen und Leser eine zweifache Chance, das Geschehen mitzuerleben. Zum einen bietet dieses Vorgehen einen unverstellten Blick auf den Supervisions- und Coachingalltag, zum anderen ist es eine Einladung, diese Szenen mit einem professionellen Blick noch tiefer zu durchdringen. Allein der Versuch, am Ende der Kommentare noch einmal die wichtigsten Techniken und Arrangements zu benennen, bringt nicht wirklich zusätzlichen Erkenntnisgewinn.
Fast en passant gelingt es Ropers durch die geschickte Auswahl ihrer Fallvignetten wesentliche Fragen der szenisch-kreativen Supervision anzuspielen. So spricht sie einmal über die wichtige und doch so unscharfe Grenze zwischen Supervision/Coaching und Therapie, ein andermal über die Wucht des Rollentausches und in einer dritten Vignette über Möglichkeiten, eine besonders negative Energie von anderen Menschen auf der Bühne so zu dosieren, dass sie bearbeitbar wird.
Und es gelingt, in den zwölf Fallgeschichten einen bunten Blumenstrauß psychodramatischer Interventionen vorzustellen – dies ist eine wahre Fundgrube für Kolleg*innen und Weiterbildungskandidat*innen, nicht nur aus dem psychodramatischen Bereich. In einem informativen Anhang stellt die Autorin wesentliche Theoriesplitter zur Verfügung, die das Buch abrunden. Hier entsteht von A wie Alter Ego bis V wie Vignette ein Begriffskosmos, mit dessen Hilfe man ein erstes Verständnis szenisch-kreativer Arbeit gewinnen kann. Inge-Marlen Ropers gelingt es auf unspektakuläre und berührende Weise den Vorhang zu lüften und die Leser*innen daran teilhaben zu lassen, was hinter den sonst fest verschlossenen Türen von psychodramatischen Beratungsformaten wirklich passiert. Das macht ihr Buch lesenswert und empfehlenswert. Weil sich die Beiträge von Ropers und Buer kongenial ergänzen, bietet das Buch noch mehr: Es ist eine tolle Einführung in szenisch-kreative Supervision und szenisch-kreatives Coaching.«

(Dr. Christoph Hutter)

Aus dem Inhalt

  • Einführung von Ferdinand Buer
  • Der Apotheker, die Verantwortung und Gott
  • Mehr Platz zum Leben
  • Der Freitod und der rote Faden
  • Die gespaltene Persönlichkeit
  • Vom Berg der Arbeit zu den Wipfeln der Bäume
  • Gemeinsam auf einem Weg
  • Aus Druck wird Halt
  • Das unbenannte Problem
  • Mathe und Musik
  • Die Angst vorm Versagen
  • Herausforderung Inklusion
  • Alle in einem Bus

Inge-Marlen Ropers (Jg. 1958) ist Supervisorin/Coach (DGSv) und Psychodramaleiterin (DFP) in selbständiger Praxis. Als Lehrsupervisorin und als Lehrbeauftragte ist sie in der praktischen und theoretischen Ausbildung von angehenden Supervisorinnen, Coaches und Psychodramatikern am ISI-Institut für Soziale Interaktion in Hamburg tätig. Viele Jahre war sie als Lehrerin für Pflegeberufe an Ausbildungsstätten u.a. in Berlin, Hamburg und Niedersachsen tätig, u.a. für den Fachweiterbildungsgang für Leitungskräfte in der Pflege und lehrte insbesondere die Themen Kommunikation, Leitung und Führung sowie Konfliktmanagement und Mediation. www.inge-marlen-ropers.de

Prof. Dr. Ferdinand Buer (Jg. 1947) ist Erziehungs- und Sozialwissenschaftler, Supervisor und Coach, Psychodramatiker (DFP). Er war 18 Jahre hauptberuflich an den Universitäten Münster bzw. Göttingen u.a. im Bereich der Pädagogischen Beratung tätig und leitete 25 Jahre das Psychodrama-Zentrum Münster. In diesem Zeitraum führte er mit weiteren Dozentinnen und Dozenten zahlreiche Ausbildungskurse in Supervision und Coaching nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching (DGSv) durch. Daneben beriet er Fach- und Führungskräfte in eigener Praxis. Er hat zahlreiche Fachpublikationen verfasst. www.ferdinandbuer.de